Die Drehkoite ~ lebendiges Handwerks- und Heimatmuseum

in Bad Berleburg-Girkhausen

 

 

Der Begriff “Drehkoite” (Drehkaute) bedeutet soviel wie “Drehmulde”, denn die ganze Drehbank war tiefer als das Fußbodenniveau angelegt, also in einer 60 bis 70 cm tiefen Mulde. Diese befand sich früher zumeist innerhalb des Wohnbereiches der Häuser und war nicht als gesonderte Arbeitswerkstatt angelegt. Das hatte praktische Gründe, denn dieser ohnehin beheizte Raum wurde aus Heizkostengründen ebenso als Wohn- oder gar als Schlafraum genutzt. Die Besonderheit der Girkhäuser Herstellungsmethode war, und ist auch heute noch, daß mit Spezialdreheisen aus einem einzigen Holzrohling bis zu fünf Holzschüsseln in verschiedenen Größen auf der Drehbank hergestellt wurden. Der Antrieb erfolgte durch Menschenkraft über ein Pedal (Tretbrett).  Von diesem führte ein Lederriemen zur Drehklammer und von dort zum Holzreck. Im Tiroler Zillertal und in der südlichen Schweiz wurden ebenfalls Schüsseln aus Holz hergestellt. Doch die in Girkhausen angewendete Fertigungstechnik kannte man dort nicht.

 

 

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